Berufsunfähigkeit - ein unterschätztes Risiko
Eine vom Statistischen Bundesamt (Destatis) durchgeführte repräsentative Studie belegt, dass über ein Fünftel der Menschen wegen gesundheitlicher Probleme verfrüht in den Lebensabend eintreten (Stand 2008). Aus der vor kurzem veröffentlichten Statistik geht weiterhin hervor, dass die Frührente der besagten 22,7% durchschnittlich im 56. Lebensjahr begann. Zum Vergleich: Die Mehrheit trat ihren normalen Ruhestand achteinhalb Jahre später, im 64. Lebensjahr, an. Der Anteil dieser Personen sank jedoch im Jahr 2009 von 87,3% auf 50%. Die verbleibenden 50% setzen sich aus den Frührentnern zusammen, die wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen ihren Beruf nicht länger ausführen können (27,8%) und denen, die ohne Beschäftigung in den dritten Lebensabschnitt übergingen. Zusammen mit den Vorruheständlern beläuft sich deren Anteil auf 22,2%. Das Ausmaß an körperlichen Einschränkungen und Berufskrankheiten ist von der Art der Beschäftigung abhängig. Dies kann bis zur Berufsunfähigkeit oder gesundheitlich bedingter Frührente führen.
Besonders gefährdende Berufsfelder sind unter anderem schwere (belastende) Aktivitäten, wie zum Beispiel auf dem Bau, Möbelpacker, Umzugshelfer. oder solche, wo Zuschauer mit eingebunden sind. In der Statistik wurden folgende Berufe erfasst.
Hoher Anteil gesundheitsbedingter Frührentner
- Heizungsbauer
- Hoch-und Tiefbau
- Polsterer
- Fliesenleger
Niedriger Anteil gesundheitsbedingter Frührentner
- Physiker
- Chemiker
- Mathematiker
- Ingenieure
Büroarbeit zeichnete sich ebenfalls als Bereich mit wenigen Frührentnern aus. 20% der Ruheständler sind aufgrund körperlicher Beschwerden nicht mehr in der Lage ihren Beruf auszuführen. Typische Ursachen sind Rückenbeschwerden und Sehnenscheidenentzündungen.
Zu berücksichtigen ist auch noch, dass dem Thema Psyche z.B. Burn Out Syndrom und auch psychische Erkrankungen wie etwa die Depression, eine immer größere Bedeutung im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung zukommt. Deshalb macht es Sinn auch Kindern so früh wie nur möglich eine Option auf die Berufsunfähigkeitsversicherung zu sichern. Eine immer öfter auftretende Diagnose bei Kindern ist das ADS oder ADHS, mit einer solchen Diagnose ist es nicht mehr möglich eine BU Versicherung abzuschießen.
